BOGY-Blog

Oder auch: Was man nicht alles in einer Woche lernen kann!

Eigentlich wollte ich bei unserem BOGY-Praktikanten Ben nur etwas „die Sättigung der Hautfarbe“ verringern, als ich ihm sagte, dass er doch bitte zum Thema Augmented und Virtual Reality einen leicht zu verstehenden Blogbeitrag verfassen soll. Aber er hat sich der Aufgabe gestellt und einen Beitrag geliefert – viel Spaß beim Lesen!

AR

Augmented Reality

Augmented Reality (AR) – Erweiterte Realität, was ist das eigentlich?

Sie ist der derzeitige State of the Art der Digitalisierung und für jedermann möglich. Einfach das Handy herausholen und sich Objekte in die Realität projizieren – in Echtzeit und das von allen Seiten! Doch was ist AR genau? AR ist im Grunde genommen eine digitale Erweiterung der Realität, das heißt die Realität wird durch computergenerierte Objekte ergänzt.

Die Möglichkeiten von AR sind nahezu unbegrenzt. Egal ob im Sport, um als Betrachter ein Abseits besser erkennen zu können, oder zur Ausweitung der Wahrnehmung, um sich bspw. Laufgeschwindigkeiten & Co. anzeigen zu lassen. Die virtuellen Objekte haben einen 3-dimensionalen Bezug zur Realität. Im Gegensatz zu VR steht jedoch bei AR die Realität im Vordergrund. So wäre es möglich sich bei der Arbeit weitere Schritte, oder beim Autofahren Navigation und Tempo auf seiner Datenbrille anzeigen zu lassen.

Augmented Reality fasziniert. Gegenstände können ganz einfach von allen Seiten betrachtet werden, so als ob sie vor einem stünden.

VR

Virtual Reality

Virtual Reality ist wie träumen… nur besser!

VR existiert in verschiedenen Ausbaustufen, so gibt es die 2-dimensionale VR, auch Mono-VR genannt. Die wohl bekanntesten Vertreter dieser Art von VR sind 360°-Panoramen, wie man sie bspw. von Google Maps kennt oder auch 360°-Filme auf YouTube, in welchen sich der Betrachter aktiv umsehen kann. Diese, oftmals auch als ,,Pseudo-„-VR bezeichnete Technologie bietet drei sogenannte Freiheitsgrade (degrees of freedom). Das bedeutet, dass man sich in alle Richtungen im Raum umschauen kann, allerdings ist die Bewegung im Raum nicht ohne Hilfsmittel möglich.

Die nächste Stufe der VR ist die Stereoskopie (3D), hierfür benötigt man für jedes Auge ein Bild um räumliches sehen zu ermöglichen. Das sogenannte Cardboard ist ein Beispiel für diese Technologie. Beim Cardboard legt man sein Handy in eine Vorrichtung (meist aus Pappe), um anschließend durch das Cardboard hindurchzuschauen. Auch hierbei handelt es sich um eine Darstellung mit drei Freiheitsgraden, da die Bewegung im Raum nicht möglich ist.

Interessanter wird es bei den StandaloneHead-Mounted-Dislplays (HMD) wie der Oculus GO, oder der HTC VIVE Focus. Diese HMD’s, sind VR-Brillen, wie man sie sich aus Filmen immer vorgestellt hat. Auch diese HMD’s nutzen zwei separate Bilder, um eine räumliche Wirkung zu erzeugen. Man kann den Immersionsgrad der Brillen noch steigern, indem man ihren Anwendern Controller zur Verfügung stellt, um das Interagieren in der virtuellen Welt noch auszubauen.

Will man nun noch mehr Immersion, noch mehr Details und noch mehr Interaktionsmöglichkeiten muss man auf HMDs setzen, welche von einem performanten PC bespielt werden. Diese Setups können mit einem Raumtracking ergänzt werden und die Bewegung im Raum ermöglichen (somit ergeben sich 6 Freiheitsgrade). Die bekanntesten Vertreter wären hier die Oculus Rift und die beiden Generationen der HTC VIVE.

Allerdings braucht man nicht für alles gleich eine solche VR-Brille. Es kommt darauf an, was man sich anschauen und wie man damit interagieren möchte. Egal ob es um Architekturvisualisierungen, Simulatoren oder Ausstellungen geht, Virtual Reality bietet genügend Auswahlmöglichkeit, um die optimale Lösung zu finden.

BOGY-Blog
Bild: AR/VR Collage by Ben