Architekturdarstellung

Architekturdarstellung ist die Kunst, eine architektonischen Idee bildhaft darzustellen.

Die Anfänge der Architekturdarstellung

Vor der Renaissance waren im wesentlichen die zeichnerischen Darstellungen lediglich der Planung und Umsetzung vorbehalten. Der Grundriss oder Aufriss hatte konstruktiven Charakter und diente als Vorlage zur handwerklichen Umsetzung.
Die Einführung der Perspektive in der Kunst brachte für die Architektur dann völlig neue Möglichkeiten der räumlichen Darstellung und damit auch der Vermittlung des raumbildenden Charakters des architektonischen Entwurfs.

Künstler wie Andrea Pozzo (1642-1709), Filippo Brunelleschi (1377-1476) und Albrecht Dürer (1471-1528) nutzen die neuen Erkenntnisse und erstellen für die damalige Zeit, revolutionäre Darstellungen.

In der Architektur erhält die 3-dimensionale Darstellung immer höheren Stellenwert zur Vermittlung der architektonischen Idee an den Bauherrn und Auftraggeber. Der größte Vorteil liegt in der höheren Übereinstimmung der Erfahrungsschätze der Beteiligten.

Interessanterweise ist heute immer noch die DIN 1356-1 mit Ansicht, Schnitt, Grundriss und Draufsicht, verbindlich zur Präsentation von architektonischen Entwürfen. Andere Projektionsarten wie Perspektive, Isometrie oder Axonometrie sind nicht vorgesehen.

Architekturdarstellung mit dem Computer

Mit dem Siegeszug des Computers in den 1980er Jahren, entstehen Werkzeuge, die durch Ihre Rechenkapazität, darstellende Geometrie auf eine neue Ebene bringen. Die Algorithmen zur Beschreibung 3-dimensionaler Szenen in Kombination mit immer intuitiveren Schnittstellen zur Eingabe architektonischer Planung (CAD-Software) werden immer leistungsfähiger und ermöglichen immer realistischere Darstellungen.

Diese Technologien begleiten die computergenerierte 3D-Darstellung:

  • Scanline-Rendering
  • Phong-Shading
  • Raytracing
  • Radiosity
  • Photon Mapping